Absperrbauwerk

Das Absperrbauwerk ist eine Sperre (aus Beton oder Schüttmaterial oder einer Kombination der beiden Elemente), welche ein Fliessgewässer (Strom, Fluss, Bach) absperrt, damit Wasser oder Schlamm gespeichert werden kann. Dabei wird ein durch Anheben des Wasserspiegels erzeugter künstlicher See gebildet. Diese Definition ist auch auf Wehre, welche zur Hauptsache durch bewegliche Verschlussorgane gebildet werden, auf Hochwasser- oder Lawinenschutzbauten sowie auf Absperrbauten für mitgeführtes Material (Geschiebe, Murgänge, Eis) anwendbar. Das Absperrbauwerk kann auch die Spiegelerhöhung eines natürlichen Sees ermöglichen oder einen Rückhalteraum ausserhalb eines natürlichen Gewässers erzeugen.

Die verschiedenen Absperrbauwerke können in folgende Kategorien eingeteilt werden:

  • Staumauern (Gewichts-, Bogen- oder Pfeilerkopfmauern)
  • Staudämme (Stein- oder Erddämme mit äusseren oder inneren Dichtelementen)


Talsperrentypen schematisch: Gewichtsmauer (oben links); Pfeilermauer (oben rechts); Bogenmauer (unten links); Erddamm mit inneren Dichtelement (unten rechts)

Zu den Stauanlagen können ausserdem besondere Bauwerke, wie Ablassvorrichtungen (Grundablass, Hochwasserentlastung), Wasserfassungen und Umleitstollen, gehören. Sie fallen unter den Begriff Nebenanlagen. Aus dem Gesichtspunkt der Sicherheit sind die Enlastungsanlagen die wichtigsten Bauwerke.


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