Axpo Stromperspektiven 2020

Die absehbare Stromlücke heisst für Axpo konkret, dass über die Stromversorgungssicherheit in den kommenden Jahrzehnten nachgedacht und rechtzeitig gehandelt werden muss. Vorher muss und will Axpo wissen, was für die bevorstehenden, wichtigen Entscheidungen relevant ist. Darum hat Axpo Experten mit der Erarbeitung der «Studie Stromperspektiven 2020» beauftragt.

Über ein Jahr haben sich interne und externe Fachleute mit der Frage auseinander gesetzt, wie die Versorgungssicherheit für die Kunden der Axpo auch künftig gewährleistet werden kann. Besondere Berücksichtigung bei der Entwicklung von entsprechenden Produktions- und Beschaffungsstrategien fanden die neuen erneuerbaren Energien. Unter neuen erneuerbaren Energien versteht Axpo Energien wie Geothermie, Biogas, Biomasse, Wind, Photovoltaik und Kleinwasserkraftwerke.

Medienorientierung Präsentation «Stromperspektiven 2020», 24. Mai 2005
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Studie Broschüre Stromperspektiven 2020
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Wie viel Strom braucht die Schweiz?

Ausgangslage der Studie bildete die Abschätzung des künftigen Strombedarfs. Zuerst wurde ein Blick in die Vergangenheit geworfen: Anhand der Daten von 1970 bis heute zeigt sich bei einem Anstieg des realen Bruttoinlandproduktes von 1% ein Anstieg des Stromverbrauchs von 2%. Dann wurden basierend auf externen Stromverbrauchsprognosen und unter Berücksichtigung von Stromeffizienzprogrammen zwei Szenarien für die künftige Entwicklung des Stromverbrauchs erstellt:

  • Szenario «Hoch» mit einem jährlichen Verbrauchsanstieg von 2 % bis 2010, einem Anstieg von 1,5 % bis 2030 und schliesslich von einem Anstieg von 1 % bis 2050.

  • Szenario «Tief» mit einem jährlichen Verbrauchswachstum von 1% bis 2010 und 0,5 % bis 2050.

Die beiden Szenarien setzen die extremen Eckpunkte. Angenommen wird, dass sich der künftige Stromverbrauch zwischen den beiden Szenarien bewegen wird.


Bedarf und Produktion driften auseinander
In einem zweiten Schritt wurden die sinkenden Stromproduktions- und Beschaffungskapazitäten für die Winterhalbjahre den beiden Verbrauchsszenarien gegenübergestellt. Je nach Verbrauchsszenario ergibt sich selbst unter Berücksichtigung der Strom-Importverträge im Winterhalbjahr 2030/31 für die Schweiz eine Strom lücke von 10 bis 21 TWh. Dies entspricht 27 % bis 44 % des erwarteten Verbrauchs. Je nach Verbrauchsszenario wird die Schweiz unter Berücksichtigung der Auslandverträge bereits im Zeitrahmen 2012 bis 2019 im Winter eine Versorgungslücke aufweisen.

Versorgungssicherheit garantieren

Für Axpo steht auch in Zukunft die Gewährleistung der Versorgungssicherheit an vorderster Stelle. Mit der «Studie Stromperspektiven 2020» hat Axpo die Situation sowie die notwendigen Schlussfolgerungen und strategischen Szenarien aufgezeigt.
Dazu gehört das Bekenntnis zu den neuen erneuerbaren Energien – aber auch zur Diversifizierung der Produktion und Beschaffung von Strom aus:

  • Wasserkraft in der Schweiz
  • Kernenergie in der Schweiz
  • Gas-Kombi-Kraftwerken in der Schweiz
  • dem Ausland mittels langfristiger Importverträge.

Die staatlichen Rahmenbedingungen müssen die unternehmerischen Handlungsspielräume offen halten. In diesem Bereich sind die Politik und die Behörden gefordert. Axpo und die anderen Schweizer Energieunternehmen benötigen verlässliche gesetzliche Leitplanken zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit auch in Zukunft.


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