Ausgangslage der Energieperspektiven

Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen ist, sie zu gestalten.
Der VPE will die Zukunft der Elektrizitätsversorgung mitgestalten.

Energieperspektiven Forum


Energieverbrauch der Schweiz 1919 - 2006

Je nach Denkansatz wird der Höhepunkt der weltweiten Förderung konventionellen Erdöls ab 2010 oder nach 2020 vorausgesagt. Verbesserte Technologien, insbesondere bei der Förderung nicht-konventionellen Erdöls, verstärkte Substituierung durch Erdgas, Biotreibstoffe und umweltfreundlicherer Kohle, sowie höhere Energieeffizienz werden die Verknappung konventionellen Erdöls abfedern.

Der Übergang ins "post-fossile" Zeitalter könnte sich somit über Jahrzehnte hinausziehen und je nach Anwendungsbereich und geographischer Lage verschiedenartig gestalten. Die Energiepreise werden laut den meisten Prognosen nur moderat ansteigen, obwohl infolge der wachsenden Abhängigkeit von wenigen Erdöllieferländern die Preisvolatilität zunehmen wird.


Die Abhängigkeit der europäischen Ländern von Erdöl- und Erdgaseinfuhren wird zukünftig noch weiter steigen. Im dem EU-Grünbuch "Hin zu einer europäischen Strategie für Versorgungssicherheit" wird vorausgesagt, dass die Abhängigkeit der sogenannten EU-30-Ländergruppe, die auch die Schweiz einschliesst, von Erdöleinfuhren von derzeit 55 % bis im Jahr 2030 auf knapp 80 % steigen wird, und diejenige von Erdgasimporten von 40 % auf 70 %. Deshalb hat die EU Schritte eingeleitet, um die Abhängigkeitsrisiken zu mindern. Die wichtigsten Massnahmen beziehen sich auf Nachfragemanagement, Förderung von Markteffizienz und einheimischer Energiequellen, und verstärkte Energiediplomatie mit wichtigen Lieferländern.

In der Schweiz erstellt das Bundesamt für Energie (BfE) in Abständen von rund vier Jahren jeweils die kurz und langfristigen Energie- und CO2 Perspektiven. Das BfE hat die langfristigen Perspektiven (2035/2050) in den  Jahren 2004 - 2007 ausgearbeitet. Ausgehend von wirtschaftlich-demografischen Rahmentwicklungen umfassten die Untersuchungen die energiepolitischen Massnahmen sowie die volkswirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen. Die Untersuchungen sind eine Entscheidungsgrundlage für Verwaltung, Bundesrat und Parlament. Sie helfen mit, die mittel- und langfristige Energiepolitik zu gestalten.



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