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Im Gerede sind unter anderem die Zellen von Prof. Grätzel an der ETH Lausanne. Diese Zellen bestehen nicht mehr aus Silizium, sondern aus dem billigen Farbstoff Titandioxid und einer Jodlösung, eingeschlossen zwischen zwei Glasplatten. Sie werden aber bisher noch nicht industriell gefertigt. Mit der Grätzel-Zelle könnten die Kosten nach Schätzungen um vier Fünftel reduziert werden. Andere Ansätze sind oder waren im Gespräch, beispielsweise Solarzellen aus billigen Rohsilizium-Kügelchen (Texas Instruments, Dallas). Aus Australien schliesslich kommt die erfolgsversprechende Idee der mehrschichtigen Solarzelle. Sie ähnelt einer Überlagerung mehrerer amorpher Zellen und benötigt qualitativ weniger hochwertiges Silizium. Prof. Green an der University of N.S. Wales glaubt, diese Zellen eines Tages zu einem Zwanzigstel des Preises heutiger Zellen herstellen zu können. An der Universität Neuenburg gehen die Forschungen mit den "mikromorphen Zellen" von Prof. A. Shah in eine ähnliche Richtung. Im allgemeinen sind Sensationsmeldungen über den "Durchbruch" der Photovoltaik aber mit Vorsicht zu geniessen. Denn die Solarzellen sind nicht alles: die anderen Teile einer Solaranlage sowie die Montage und Installation verursachen ebenfalls einen stolzen Anteil der Kosten. Auf dem Weltmarkt haben sich die grossen Hersteller wie Solarex, Siemens Solar, BP Solar und Kyocera mit ihren qualitativ hochstehenden Solarmodulen einen Namen gemacht. Zur Bestärkung des Vertrauens in die neue Technologie sind für Solarmodule einmalig hohe Garantiefristen üblich: Solarex gewährte für seine MSX-Module als erster Hersteller 20 Jahre Leistungsgarantie (±10%). Für viele Module liegt der Standard bei zehn Jahren. Die Lebensdauer der Module wird allgemein vorsichtig auf etwa 30 Jahre geschätzt. |