Höchstspannung

Das Höchstspannungsnetz mit einer Spannung von 230 bzw. 400 kV verteilt den in Großkraftwerken erzeugten Strom landesweit. Es ist die oberste Spannungsebene der vier Spannungsebenen.


4 Spannungsebenen

380 kV Höchstspannungsnetz der Schweiz

230 kV Höchstspannungsnetz der Schweiz
Über dieses Höchstspannungsleitungsnetz ist Schweiz auch mit dem europäischen Verbundnetz gekoppelt. Es ist die oberste Spannungsebene in der Schweiz. Aus Betriebs- und Kostengründen werden Höchstspannungleitungen vorweigend oder fast ausschliesslich als Freileitung erstellt. Nur 1 % der Leitungen in der Schweiz sind erdverlegt.


Versorgungsgebiete der Betreiber des Höchstspannungsnetzes

Das Höchstspannungsnetz der Schweiz umfasst insgesamt ca. 6'000 km und wird hauptsächlich von den sogenannten 6 Überlandwerken betrieben bzw. unterhalten:

  • ATEL Netz AG
  • BKW-FMB Energie AG
  • Centralschweizerische Kraftwerke AG
  • EGL-Grid AG
  • Energie Ouest Suisse
  • Nordostschweizerische Kraftwerke
    betrieben. Hinzukommen die folgenden Unternehmen:
  • Elektrizitätswerk der Stadt Zürich
  • Engadiner Kraftwerke AG
  • Kraftwerke Hinterrhein AG
  • Rhätia Energie AG

Die Betreiber des Höchstspannungsnetzes stellen durch Zu- und Abschalten von Kraftwerken in ihrem Gebiet das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch und so eine zuverlässige Stromversorgung her. Die Stromnetze der Unternehmen sind durch Kuppelstellen miteinander verbunden, ebenso wie mit den Netzen der Übertragungsnetzbetreiber in den Nachbarstaaten. 



Struktur der Elektrizitätsversorgungsunternehmen
in der Schweiz mit Beispielen


Beispiel für die Änderung physikalischer Flüsse

Die Stromtransite durch die Schweiz können so über dieses bestehende Höchstspannungsnetz abgewickelt werden. Der Transport elektrischer Energie erfolgt entsprechend den physikalischen Gegebenheiten (kirchhoffsche Regeln). Die Streckenführung ergibt sich aus dem jeweiligen Netzzustand der einzelnen Transitländer. Wird elektrische Energie z. B. von Frankreich in das Nachbarland Italien transportiert, so können beispielsweise nur etwa 40 % der transportierten Energie direkt geliefert werden, 60 % fließen über die Übertragungsnetze (Transitleitungen) weiterer sechs Länder inkl. der Schweiz.

Nebenstehende Graphik zeigt an einem Beispiel die Änderung der physikalischer Flüsse aufgrund einer vereinbarten zusätzlichen Lieferung von 5'000 MW zwischen Deutschland und Frankreich.




Physikalischer Austausch von elektrischer Energie in Mitteleuropa (Jahr 2002 in GWh)

Stromübertragungsleitungen



Stromimport und -export mit dem Ausland (2000 - 2002)

Stromaustausch mit dem Ausland 2002 in Milliarden kWh

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