Körperliche Inaktivität

Sport und Bewegung - Grundlage für die Gesundheit
Es ist eine biologische Tatsache, dass der menschliche Organismus für ein gewisses Mass an regelmässiger körperlicher Beanspruchung angelegt ist. Wird aber ein sol­ches naturgegebenes System nicht ausreichend beansprucht, muss es zwangsläufig an Leistungsfähigkeit einbüssen und schliesslich verkümmern.

Folgen der körperlichen Inaktivität

Aus der Schweiz gibt es leider keine Schätzungen darüber, welcher Teil der Todes­fälle auf körperliche Inaktivität zurückzuführen ist. Für die USA wurde 1990 ge­schätzt, dass rund jeder achte Todesfall auf körperliche Inaktivität zurückzuführen ist: Dabei geht es insbesondere um Herzinfarkt, Hirnschlag, aber auch Dickdarmkrebs und Diabetes (Zuckerkrankheit). Damit ist kör­perliche Inaktivität einer der wichtigen, vor allem veränderbaren Gründe für vorzeitige Todesfälle. Berechnungen zeigen zudem, dass schon relativ bescheidene Verände­rungen der Bewegungsgewohnheiten (z. B. die Abnahme der inaktiven Personen in der Bevölkerung um 10 bis 15 Prozent) die Todesfälle bevölkerungsweit um 1.5 bis 2.0 Prozent reduzieren könnten.

Natürlich gibt es auch das umgekehrte Phänomen: Die bei körperlicher Betätigung und Sport auftretenden Unfälle, Verletzungen und Schäden (zum Beispiel des Bewe­gungsapparates) gehören mit hinein in eine ganzheitliche Betrachtung der Bedeu­tung des Sportes. Insgesamt überwiegen aber sicher die positiven Folgen der kör­perlichen Aktivität der Bevölkerung.

Beim körperlich nicht aktiven Menschen sind Wirbelsäule und Gelenke, Muskulatur und Herz besonders gefährdet. Die Bedeutung der Beweglichkeit von Wirbelsäule und Gelenken im täglichen Leben und vor allem bei zunehmendem Alter liegt darin, dass sie eine wesentliche Sicherung gegen Unfälle aller Art darstellt. Desgleichen schützt eine gut ausgebildete Muskulatur den Bewegungsapparat gegen Unfallein­wirkungen beispielsweise beim Ausgleiten oder Stürzen. Die Muskelkraft ist aber auch Voraussetzung für jegliche körperliche Arbeitsleistung, für Geschicklichkeit und Gewandtheit.

Die Bewegungsarmut ist zwar ein im wahrsten Sinne des Wortes bequemer, dafür um so gefährlicherer Risikofaktor, dessen Auswirkungen meist erst mit zunehmen­dem Alter unmittelbar spürbar werden. Es gibt nur ein wirksames Gegenmittel: Ab­sage an eine allzu grosse Bequemlichkeit und Bereitschaft zu vermehrter körperli­cher Aktivität.   

VPE / AG-Gesundheit / November 2008


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Zitat
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