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Bei Baumfällarbeiten kommt es manchmal vor, dass ein gefällter Baum auf die Leiterseile einer Hochspannungsleitung stürzt. Der dadurch ausgelöste Kurzschluss führt in der Regel zu Störungen im Stromnetz. Um die Sicherheit des Leitungsnetzes und der Energieversorgung zu gewährleisten, wurden in entsprechenden Versuchen eventuell auftretende Störfälle absichtlich herbeigeführt und das Schaltverhalten der einzelnen Komponenten sowie die Auswirkungen solcher Kurzschlussfälle getestet. Baumfällarbeiten kommen zwar vorwiegend in der Nähe von 110-kV-Leitungen vor, doch wurden diese Kurzschlussversuche auch mit 380-kV-Leitungen durchgeführt. Berührt ein Baum das spannungsführende Leiterseil und stellt einen Kurzschluss zum Erdboden her, fließt aufgrund des hohen Widerstandes des Baumes vorerst nur ein geringer Strom von etwa fünf Ampere. Dieser Strom, ein Bruchteil der Normallast, ist jedoch zu gering, um eine automatische Abschaltung im nächsten Umspannwerk auszulösen. |