Leistung und Kosten

Wird ein Wasserkraftwerk geplant, ist der Ausgangspunkt aller Überlegungen die Abflussdauerlinie und die Fallhöhendauerlinie für einen möglichst großen Zeitraum. Sie sind unter anderem die Voraussetzung für die Ermittlung der Jahresarbeit. Dabei muss immer auch die ökologisch erforderliche Restwassermenge berücksichtigt werden.

Die Ausbauleistung P (KW) errechnet sich vereinfacht aus dem Produkt aus der Konstante aus Dichte des Wasser, der Erdbeschleunigung g, sowie den Wirkungsgraden von Turbine, Getriebe, Generator und Transformator - (ergibt annähernd die Zahl 7) - mit dem Gefälle H (m) und dem Schluckvermögen Q (m3/s), zu

P (KW) = 7 x H (m) x Q (m3/s)

Bei Kleinkraftwerken in Mittelgebirgen und Flusstälern kann man von circa 6000 Vollaststunden im Jahr ausgehen, so dass sich die erzeugbare Jahresarbeit auf 6000 h x P (KW) = 6000 x P (Kwh) beläuft.

Die Kosten einer Wasserkraftanlage hängen ab vom Gefälle, der Wassermenge und der gewählten Turbinenart. Außerdem sind die topografischen und geologischen Verhältnisse von Bedeutung. Bei Kleinwasserkraftanlagen können die spezifischen Kosten zwischen 10000.- bis 25 000.- SFr. je KW Ausbauleistung liegen. Reaktivierungen oder Ertüchtigungen liegen bei CHF 5'000.- bis zu 10'000.- Baukosten je KW installierte Leistung.


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