Spannungschwankungen

Im einfachsten Fall kommt eine Beeinträchtigung der Netzspannung (Netzrückwirkung) durch das Einschalten leistungsstarker Geräte zustande. Der vermehrte Strombedarf bewirkt dann einen Spannungsabfall im Netz, bei dem die Netzspannung unter Umständen unter den kleinsten zulässigen Wert sinkt. Dieser Spannungseinbruch kann je nach Art des Gerätes vorübergehend oder von Dauer sein. Dies ist der Grund, weshalb es in ungünstigen Fällen durch das Einschalten von Heizgeräten, großen Beleuchtungsanlagen oder starken Motoren zu Spannungseinbrüchen mit einer Dauer von einigen Sekunden bis mehr als einer Minute kommen kann.

Im Unterschied zu solchen relativ langsamen Spannungsschwankungen gibt es auch schnelle Spannungsschwankungen, wie sie vor allem durch elektrische Schweißgeräte verursacht werden. Die Spannung schwankt hier wesentlich geringer, aber sehr rasch, was sich bei Glühlampen durch Flackern bemerkbar machen kann.

Ein Problem sind extrem kurze Überspannungen, die nur eine tausendstel oder millionstel Sekunde dauern, aber doch den zulässigen Spannungswert deutlich überschreiten. Da sie die Sinuskurve nadelförmig verunstalten, werden sie auch als "Spikes" bezeichnet. Die Ursache ist entweder ein Blitzschlag ins Netz oder - weitaus häufiger - das Ein- und Ausschalten bestimmter Geräte. Solche Überspannungen können vor allem den Bauteilen von Computern und anderen elektronischen Geräten gefährlich werden.


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