Stromübertragung und -verteilung

Vom Kraftwerk zur Steckdose

Strom kann man nicht auf Vorrat produzieren und lagern, wie etwa Kohle oder Propangas. So kann man mit dem in Batterien gespeicherten Strom zwar Taschenlampen, Radios oder Autos betreiben; um einen Haushalt zu versorgen, müsste die Batterie aber riesenhafte Dimensionen annehmen.

Strom muss also genau in dem Augenblick produziert werden, in dem er benötigt wird. Die eingesetzten Kraftwerke müssen deshalb immer genau so viel Strom liefern, wie im selben Moment durch das Ein- und Ausschalten von Motoren, Lampen, Heizgeräten und anderen elektrischen Verbrauchern angefordert wird. Jede vom Verbraucher aufgegebene Bestellung an elektrischer Energie wird buchstäblich mit Lichtgeschwindigkeit ausgeführt.

Der Stromverbrauch ändert sich mehrmals im Laufe eines Tages und wird durch die sogenannte Lastkurve dargestellt. Überdies ändert sich der Strombedarf auch während des Jahres, er ist im Winter viel höher als im Sommer (Vgl. Elektrizitätsstatistik - Grafiken des BfE)


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Elektrizitätsstatistik - Grafiken (BfE)

Durch das Zusammenwirken verschiedener Kraftwerkstypen werden diese Schwankungen ausgeglichen. Je mehr Kraftwerke an der Stromversorgung beteiligt sind, desto sicherer ist sie. Andererseits kann es nicht das Interesse der Elektrizitätsversorgungsunternehmen sein, so viele Kraftwerke wie möglich zu bauen und diese nicht gerade billigen Stromerzeuger weitgehend ungenutzt als Reserve für den Notfall vorzuhalten.

Deshalb kamen die europäischen Elektrizitätsversorger auf die Idee, sich zu nationalen und internationalen Organisationen und Verbänden zusammenzuschließen, um die Versorgung mit elektrischer Energie noch sicherer, aber auch effektiver zu machen.

In der Schweiz arbeiten die Übertragungsnetzbetreiber, d.h. die sieben sogenannten Überlandwerke, in der Swisssgrid, der nationalen schweizerischen Netzgesellschaft, zusammen. Zu dieser Kooperation gehört nicht allein die wechselseitige Hilfe bei Störfällen. Auch zu "normalen" Zeiten wird Strom ausgetauscht: unter anderem, um den vorhandenen Kraftwerkspark möglichst wirtschaftlich und umweltschonend zu nutzen. Mit vielen unterschiedlichen Kraftwerken und einem dichten Netz an Höchst- und Hochspannungsleitungen lässt sich nämlich ein unvorhergesehener Laststoß problemlos verkraften.


Links
Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
swissgrid (nationale schweizerische Netzgesellschaft)




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