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Der Begriff ‚Forward' bezeichnet nicht börsengehandelte (also individuelle, nicht standardisierte), verbindliche Warentermingeschäfte (‚Future' = standardisiertes Produkt). Interessen der Geschäftspartner: - Der Generation Portfolio Manager will sich unabhängig vom volatilen Spotmarkt für bestimmte Mengen und Zeiträume den - möglichst hohen - Verkaufspreis sichern.
- Der Sales Portfolio Manager will sich marktunabhängig für bestimmte Mengen und Zeiträume einen bestimmten - natürlich möglichst niedrigen - Einkaufspreis sichern.
Preissicherungsgeschäfte sind insbesondere für große Mengen und längere Zeiträume (Base oder Peak load) interessant, bei denen schon kleine Preisänderungen wirtschaftlich kritisch sein könnten.
Beispiel für einen Forward: Ein Generation Portfolio Manager (GPM) und ein Sales Portfolio Manager (SPM) schließen folgenden Forward ab:
- Lieferzeitraum: Mai 2002
- Base load; Leistung: 200 MW
- Preis: 23 EUR / MWh
Das Volumen der Lieferung beträgt: 31 d * 24 h / d * 200 MW = 148.800 MWh. Der Preis beträgt dementsprechend: 148.800 MWh * 23 EUR / MWh = 3.422.400 EUR. Tatsächlich liege der Spotmarktpreis im Mai nun im Mittel bei 20 EUR / MWh. Der GPM hätte also am Spotmarkt 446.400 EUR Mindererlöse realisiert, die den Kraftwerksbetrieb ggf. unrentabel gemacht hätten. Der SPM zahlt zuviel; die Kosten sind aber durch die Erlöse von seinen Kunden gedeckt (sonst hätte er den Forward nicht abgeschlossen). |